Auto zulassen auf den Zweitwohnsitz

Wer sich in Deutschland ein Auto zulegt und mit diesem fahren möchte, der benötigt dazu eine Zulassung auf eine in Deutschland gemeldete Wohnadresse. Kann man in diesem Zusammenhang auch die Adresse der Zweitwohnung nutzen?
Der Zweitwagen©flickr.com/FotoSleuth

Natürlich gibt es die Möglichkeit, sein Fahrzeug auch auf den Zweitwohnsitz anzumelden, obwohl dies von einigen immer wieder bestritten wird. Während dies damals in der StVZO eindeutig geregelt war, gibt es seit dem Inkrafttreten der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) oft irreführende Aussagen. In der StVZO war immer die Rede davon, dass das Fahrzeug an dem Ort zugelassen werden muss, der als regelmäßiger Standort für das Fahrzeug galt. Das konnte auch der Zweitwohnsitz sein. Eine solche eindeutige Aussage vermisst man in der FZV leider total. Hier heißt es lediglich, dass sich der Fahrzeughalter bei der Zulassung eines Fahrzeugs an die zuständige Zulassungsbehörde wenden muss. Zuständig ist dabei die Zulassungsstelle am Wohnort des Halters. Hat diese Person mehrere Wohnsitze, so ist der Hauptwohnsitz für die Zulassungsbehörde maßgebend.

Tipps und Tricks

Okay, nun kann jeder behaupten, dass eine Zulassung am Zweitwohnsitz nicht möglich ist und dem kann man prinzipiell erst einmal nicht widersprechen. Es gibt aber eine winzige Kleinigkeit, wie man diese Gesetzesvorgabe umgehen kann. Wenn man zum Beispiel feststellt, dass eine Zulassung am Zweitwohnsitz sich im Endeffekt günstiger auswirkt, kann man sich Gedanken darüber machen, ob man die Wohnanschriften untereinander nicht einfach austauscht. So wird der Zweitwohnsitz zum Hauptwohnsitz und umgekehrt. Da man für die Zulassung den Personalausweis vorlegen muss, wird von der Behörde auch diese Adresse für die Zulassung übernommen. Es findet dabei keine Überprüfung statt, ob es sich tatsächlich um den Hauptwohnsitz handelt oder nicht.

Abschließend kann man sagen, dass streng nach dem Gesetz gesehen eine Zulassung auf den Zweitwohnsitz nicht mehr möglich ist. Allerdings ist es nicht verboten, den Zweitwohnsitz zum Hauptwohnsitz zu machen. Lässt sich dies auch mit allen anderen Tätigkeiten und Formalitäten vereinen, dann kann man durch einen solchen Wechsel schon mal ein paar Euro einsparen.

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